Frühförderung

Für hörgeschädigte Kinder ab der Geburt bis zur Einschulung bietet die LVR-David-Hirsch-Schule gezielte Unterstützung. Wir kommen dahin, wo Sie uns brauchen: ob bei Ihnen zu Hause, in unserer Schule oder im Kindergarten Ihres Kindes.

Gesprächssituation: Ein kleines Kind mit einem Hörgerät sitzt an einem Tisch. Ihm gegenüber eine Person, die hinter einer großen Handpuppe kaum zu sehen ist.

Was ist Frühförderung?

Die Frühförderung der LVR-David-Hirsch-Schule ist ein Angebot für hörgeschädigte Kinder von null bis sechs Jahren – also von der Geburt bis zur Einschulung. Sie findet nach Absprache entweder in unserer Einrichtung, im Elternhaus oder in allgemeinen, inklusiven und heilpädagogischen Kindergärten statt. Frühförderung ist kosten- und rezeptfrei.

Wer kann sich an uns wenden?

Wir beraten Eltern,

  • bei deren Kind der Verdacht einer Hörschädigung besteht, zum Beispiel nach dem Neugeborenen-Hörscreening,

  • bei deren Kind ein Hörschaden diagnostiziert wurde,

  • bei deren Kind eine auditive Verarbeitungsstörung vorliegt,

  • deren Kind unter chronischen Mittelohrentzündungen leidet und aufgrund dessen eine Sprachentwicklungsverzögerung zeigt,

  • die selbst gehörlos sind und hörende Kinder haben (sogenannte CODA-Kinder, Children of Deaf Adults).

Wir bieten außerdem Fortbildungen für Erzieher*innen, Therapeut*innen und andere interessierte Fachleute an.

Wer sind wir?

Wir sind ein Team von Förderschullehrer*innen mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation sowie mit zusätzlichen Arbeitsschwerpunkten, zum Beispiel in den Bereichen systemische Beratung oder gebärdensprachliche Kommunikation. Wir arbeiten interdisziplinär mit Erzieher*innen, HNO- und Kinderärzt*innen, Kliniken und Therapeut*innen zusammen.

Unser Beratungsangebot

  • Begleitung bei der Diagnose:
    In der oft länger dauernden Phase medizinischer Abklärung bietet die Frühförderung einen Rahmen für die Besprechung aller Fragen über die Hörschädigung und ihrer möglichen Folgen.

  • Beratung der Eltern hinsichtlich der Diagnose "Hörschädigung":
    Wir bieten Eltern Raum und Zeit ihre Erwartungen, Sorgen und Wünsche in Gesprächen darzustellen und mit ihren individuellen Bedürfnissen wahrgenommen zu werden.

  • Informationen zu technischen Hörhilfen und zur Förderung der Hörwahrnehmung:
    Gemeinsam mit den Eltern beobachten die Frühförder*innen die Hörentwicklung des Kindes, unterstützen bei der Gewöhnung an die Hörgeräte/Cochlea-Implantate, bereiten unter anderem auf audiometrische Untersuchungen vor und unterstützen den Dialog zwischen Eltern und Kind.

  • Beobachtung und Förderung der Gesamtentwicklung des Kindes:
    Wir sehen unsere zentrale Aufgabe darin, die Eltern-Kind-Interaktion dahingehend zu unterstützen, dass sich für alle Beteiligten eine befriedigende Kommunikationssituation entwickeln kann. Insbesondere bei Babys und Kleinkindern steht deswegen die Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson im Mittelpunkt.

  • Beratung von Erzieher*innen
    Bei Kindergartenkindern findet die Frühförderung häufig im Kindergarten statt. Neben der Förderung des hörgeschädigten Kindes in Einzel- oder Gruppensituationen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Beratung der Erzieher*innen.

  • Pädagogische Diagnostik:
    Wir arbeiten mit unterschiedlichen, standardisierten Testverfahren für die Bereiche Sprache, Intelligenz und allgemeine Entwicklung. Ergänzend finden Beobachtungen in Alltags- und Spielsituationen sowie Gespräche mit Eltern und weiteren Bezugspersonen statt.

  • Beratung bei der Wahl des Kindergartens und der Schule:
    Wir unterstützen die Eltern bei ihrer Wahl des Förderortes. Hierbei beraten wir bezüglich der verschiedenen Fördermöglichkeiten unter Berücksichtigung der Gesamtentwicklung und der besonderen Bedürfnisse des jeweiligen Kindes. Mögliche Förderorte sind wohnortnahe allgemeine Kindergärten beziehungsweise Schulen, integrative und heilpädagogische Kindergärten oder der Kindergarten der LVR-David-Hirsch-Schule.

  • Gebärdensprache:
    Für hörende Familien, die sich für eine gebärdensprachliche Kommunikation mit ihrem hörgeschädigten Kind entscheiden, bieten wir lautsprachbegleitende Gebärden an und zeigen weitergehende Unterstützungsmöglichkeiten auf. Wir unterstützen bei der Beantragung von Hausgebärdenkursen.

Weitere Angebote:

  • Vorschulgruppe für hörgeschädigte Kinder, die einen allgemeinen Kindergarten besuchen und im kommenden Schuljahr eingeschult werden

  • Aktionstage (Sommerfest, Weihnachtsfeier, etc...)

  • Elterntreffen zu bestimmten Themen (zum Beispiel Schulfähigkeit)

  • Fortbildungen für Erzieher*innen

Kontakt zum Team Frühförderung