Im Jahr 1922 wurde Nikolaus Schenetten Direktor der Provinzial-Taubstummenanstalt zu Aachen. Mit großem persönlichen Engagement setzte er sich für das Wohl seiner Schüler*innen und für die Schule ein.
Der zweite Weltkrieg traf die damalige Schule "An der Schanz" schwer. 1943 wurde das Gebäude durch einen Fliegerangriff erheblich beschädigt, im April 1944 durch einen weiteren Angriff völlig zerstört. Nikolaus Schennetten wurde mit einem großen Teil der Schüler*innen nach Kempen/Niederrhein evakuiert. Er musste dort innerhalb kürzester Zeit für rund 60 Kinder Räume beschaffen und für Kost und Pflege sorgen.
Ende des Jahres 1945 kehrte die Schule nach Aachen zurück in das alte Gebäude "An der Schanz", das zunächst notdürftig repariert wurde. Dort schaffte er es, trotz der schwierigen Zeit unter der damaligen Militärregierung, selbst entwickelte, neue Lehrpläne und Lehrbücher vorzulegen und von ihr genehmigen zu lassen, so dass die Unterrichtsarbeit erfolgreich wieder starten konnte.
Schenettens Tochter, Dr. Marga Kossmann, stiftete im Jahr 2000 den nach ihrem Vater benannten Nikolaus-Schennetten-Preis. Dieser wird einmal im Jahr für besondere Leistungen einzelner Schüler*innen oder von Schüler*innengruppen (zum Beispiel für eine besondere Projektleistung) vergeben.